Window On A Train – Teil 3

Irgendwann Ende Januar  kam Karima online mit den Worten „… ich hab da eine Idee für das UWA video…“  Window On A Train. Zugfenster. Ich hatte sofort den Orientexpress vor Augen, die Mutter aller Züge. Eine riesengroße Dampflokomotive, schwarz mit großen roten Rädern, diesen Stangen da, die sich mit den Rädern bewegen, Dampf unten und oben und Salonwagen, grün mit gelben Streifen an den Seiten, roter Samt innen… ok damit war es schnell vorbei, als wir nach ungefähr einer Minute in den Brainstorm Modus geschaltet hatten. Ich liebe dieses Austauschen von Ideen am Anfang eines Projekts. Auch wenn am Ende nicht allzuviel davon übrigbleibt,  allein schon durch die Beschränkungen die uns SL auferlegt.

Nun, es sollte ein eher moderner Zug sein, eine amerikanische Diesellok aus den 70er Jahren mit mindestens 2 Waggons. Natürlich fiel mir als erstes Walt ein und der hat mir gleich den Zahn gezogen, einen „natürlich“ fahrenden Zug mit den Standards der SLRR (Second Life Rail Road) hinzubekommen. Gnarf! Davon haben wir uns aber nicht abschrecken lassen und uns auf die Suche gemacht…. das Ergebnis war erschütternd. Nicht einmal annähernd das, was wir wollten, gab es irgendwo zu kaufen, zu leihen oder gar zu stehlen. Pause. Was nun? Einen Film der zu einem grossen Teil in einem Zug spielt, kann ich nicht ohne Zug drehen.

Karima kennt Hinz und Kunz und Hans und Franz, habe ich manchmal das Gefühl und hatte dann Jemanden der uns den Zug so bauen wollte wir wir uns das vorstellten. Nicht ganz billig, aber für ein Einzelstück auch nicht wirklich teuer.  Tjoo… nach so drei Wochen konnten wir uns schon mal was anschauen und das sah gut aus. Echt. Und Mesh! Ich wollte Mesh, weil, ich bin ja blöd, aber dazu gleich mehr.

Irgendwann nach einer ziemlich langen Zeit war es dann soweit, wir hatten unseren Zug. NO COPY! Urgs, ist das zu glauben? Und nur einen. Ich hätte den Typ da schon mal direkt würgen können. Echt jetzt. Damit aber nicht genug, und komme auch sogleich auf meine Blödheit zurück. In einem Anfall geistiger Umnachtung war ich der festen Überzeugung, Mesh wäre sinnvoll, weil mehr Details bei weniger Landimpact.  Und wieder einmal musste ich mich eines Besseren belehren lassen! Der Zug, dieser mistige blöde Zug hatte mehr Landimpact als eine leere Homestead SIM freie Prims hat! Irgendwas zwischen fünf-und sechstausend und natürlich, bei der Anzahl von Prims auch nicht alles verlinkt.

Ich hab echt geheult. Dieses Monster wird sich nie, niemals von der Stelle bewegen! Ausser ich sprenge es weg!

Ich wollte echt aufgeben, das Projekt sausen lassen, egal wieviel Zeit, Geld und Mühe wir hineingesteckt haben, wenn eine Zug nicht fährt, ist es kein Zug, einfach nur ein Haufen, und in unserem Fall ein exorbitant grosser Haufen, unnützer Prims.

Alle IMs und Notecards nützten nichts, der Typ stellte sich stur mit wir hätten angeblich dies und das und jenes…Näää Bürschchen, ich habe die gesamte Konversation  noch! Schließlich habe ich den Kerl gemuted.  Zur Aufmunterung und um überhaupt etwas für den  UWA Wettbewerb zu haben, produzierten wir dann Dactyl.

Und die Zeit verging. Und schließlich kam unsere Rettung in Gestalt von Dale Innis. Dale schaffte es nicht nur, den Zug weniger Primlastig zu machen, frag mich nicht wie. Ein paar Tage später…Ich war drauf und dran einen Faketrain zu, naja, bauen…Tröööööööööt! Kommt Dale mit einem Script daher und der Zug fährt!

Naja zunächst mal Finger weg von unserem Einzelstück! Mittlerweile hatte ich eine Menge Zeug gekauft Meshwaggons, allerdings keine Personenwaggons, sondern Güter, weil nämlich in dem Paket auch Schienen dabei sind, alles Mesh und wenig Prims.  Zusätzlich noch eine Diesellokomotive der DB. Gut, das passte jetzt so gar nicht zur USA der 70er Jahre, aber… also mit dem Güterzug getestet! Ich kam mir vor wie Colin Clive 1931 …its alive…its aliveeeeeeeeeeeeee!

Dann war unser Zug dran und ich habe noch mehr Set gebaut und gedreht und gedreht und gedreht bis ich fast durchgedreht bin 🙂

Zur Feier des Tages habe ich dann dieses Video zusammengeschnitten:

Wir waren wieder im Geschäft, aber nun wurde die Zeit ein wenig knapp.

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