Rosebud

Ist das englische Wort für Rosenknospe.
Vielerlei Mythen, Gerüchte und Behauptungen ranken sich um diesen Begriff, vor allem im Zusammenhang mit einem der besten, wenn nicht dem besten Film aller Zeiten:
Citizen Kane
von Orson Welles.

Welles, der nicht nur die Regie führte, das Drehbuch mitverfasste, den Film produzierte und die Hauptrolle Charles Foster Kane spielte, hatte die völlige künstlerische Kontrolle über das gesamte Projekt.

Und die nutzte Welles dazu, ein Meisterwerk des Films zu schaffen. Mit Kameramann Gregg Toland, der die Technik der extremen Tiefenschärfe perfektionierte, die oft in Citizen Kane verwendet wurde, drehte Welles Untersichten, Aufsichten, POV-Shots (Subjektive Kamera). Und auch bei den Spezialeffekten und Auf- bzw. Abblenden war Orson Welles nicht zimperlich und ging zum Teil neue Wege.
Schon die Eröffnungsszene des Films zeigt eine Menge dessen, was den Zuschauer erwartet.

Die Rahmenhandlung des Films ist schnell erzählt.

Charles Foster Kane, der Medienmagnat ist tot. Sein letztes Wort war: Rosebud. Eine Schneekugel die er in der Hand gehalten hat, fällt zu Boden und zerbricht. Eine Krankenschwester kommt herein und deckt die Leiche Kanes zu.

Damit sind wir auch schon am Ende der Erföffnungsszene. Denn die entpuppt sich als das Ende eines Wochenschau-Nachrufs über das Leben Kanes. (Am Ende des Posts gibts den Goof des Jahrhunderts).
Dieser ungefähr 2 Minuten dauernde Opener bietet soviel, da werden Heutzutage zwei ganze Filme draus gemacht.

Reporter Jerry Thompson wird beauftragt, dem Rätsel von Kanes letztem Wort nachzugehen, und herauszufinden, was Kane damit meinte. Das Leben von Charles Foster Kane wird als Collage/Puzzle vor dem Zuschauer aufgerollt und mit jedem Interview das Thonpson führt, was er über Kane liest und sieht, wird die Biografie vollständiger.

In der letzten Szene des Films, wird dann auch das Rätsel um Rosebud aufgeklärt. Der Schlitten aus Kanes Kinderzeit trägt die Aufschrift Rosebud.

Das liest sich simpel, allzu simpel, aber Citzen Kane ist ein so vielschichtiger Film, der vordergründig die Biografie eines Zeitungsmagnaten und zugleich den amerikanischen Traum erzählt. Aber auch sehr sehr kritisch diesem Traum gegenüber steht. Nicht umsonst hat sich wohl William Randolph Hearst wiedererkannt.

Citizen Kane ist ein Film, auf den man sich einlassen muss, kein BUMBUM Actionspektakel. Und ein Film, der ein zweites und drittes Anschauen lohnt, allein, um die einzelnen Szenen zu genießen, wie die Spiegelhalle oder wenn Kane als Kind gezeigt wird, wie er draussen im Schnee spielt und die Kamera dann zurückfährt, durchs Fenster ins Haus. Das ist genial.

Na soviel mal zu Citizen Kane und Rosebud. Ich glaube, ich könnte ein Buch über den Film schreiben:)

Und was hat das alles mit SL zu tun? erstmal Nichts, aber gestern kam ein Gruppengeschenk von What Next in mein Inventar geflogen. Sledding Party Set.
Das enthält Start-und Zieltor, und jeweils 2 Ein-, Zwei- und Dreisitzer Schlitten. Damit kann man, na? Schlittenfahren!
Als ich die Sachen gerezzt hatte fiel mir sofort Citizen Kane ein.
Guck mal:
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Wie, zum Henker, kann Kanes letztes Wort Rosebud auch nur irgendwer wissen, wenn Kane doch alleine in seinem Schlafzimmer war, als er starb?

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