Die Geschichte ohne Namen

Oder besser die Geschichte ohne Titel. Geschrieben und gelesen von Oliver Susami.
Und damit sind wir auch schon bei der Eröffnung des BB E-Book Event 2014.

Eine Menge Informationen dazu hat Maddy, inklusive allerlei Links, auf Echt Virtuell zusammengetragen, so dass ich mir das hier jetzt sparen kann, und einfach auf sein Post verweise: BB E-Book Event 2014 vom 25. April bis 25. Mai in SL

Um es gleich vorweg zu sagen, mir gefiel diese völlig unspektakuläre Eröffnung in passender Umgebung sehr gut. Zumal die Kurzgeschichte die Oliver Susami vorlas, spannend genug war, mich davon abzuhalten mal eben Kaffee zu holen oder Bio. Die noch titellose Geschichte.

Ohne jetzt in Lobhudelei verfallen zu wollen, aber die Story über zwei Brüder, acht und neun Jahre alt, Mitte der 1980er Jahre, in deren Leben sich der Horror einschleicht, hat was. Ähnlich wie in Christine oder ES von King. All diese kleinen Bezugnahmen auf Dinge die jeder kennt, He-Man oder Heman? Jedenfalls diese Actionfiguren die damals In waren, oder der Reval rauchende Oppa, hier Großvater genannt.

Und auch und gerade, dass der Hinker, ein behindertes Kind unbestimmten Alters, von den Kindern in dem Dorf und auch vom Protagonisten als eklig und abscheulich empfunden wird, passt.
Das war dann auch gleich nach der Lesung eine Kritik, naja eher Blödsinn als Kritik, nämlich im Tenor von „das Kinder so nicht denken würden, von wegen eklig und Behinderte und so“. Papperlapapp, sage ich.
Das mag vielleicht Heute so sein, keine Ahnung, bin kein Kind mehr. Aber ich kann auch weder meinen Namen tanzen, noch wurde mir pc mit der Muttermilch eingeflösst.
Es gab und gibt immer Aussenseiter, die für viel weniger als eine Behinderung, und sei es nur die flasche Kleidung, gehänselt und drangsaliert wurden und werden.
Das ist nicht schön und als Erwachsene kann ich mir da meine Gedanken machen und entsprechend handeln.
Als achtjähriges Kind eher nicht. Und doch schafft es Oliver Susami die Gewissensnöte und -konflikte dieses Jungen zu beschreiben.

Mir hat das Zuhören Spaß gemacht. Wenn sich so langsam eine Gänsehaut anschleicht und ich dauernd überlege…was nu, was nu, kommt der Hinker angehinkt oder doch nicht?

Einen Wermutstropfen habe ich aber dennoch. Die Auflösung war mir dann doch ein wenig zu schnell und ich möchte laut rufen: „Mennoooooo, warum haste deinen Oppa nicht gefragt!?“

Gut gelesen, von einem Autor der sehr sympathisch rüberkommt.
So kann das E-Book Event gerne weitergehen.

Keine Bilder, tut mir leid, aber ich musste der Geschichte zuhören 🙂

Bilder und so gibt es unter anderen hier: BukTomBlog

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Eine Antwort zu Die Geschichte ohne Namen

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