Retro-Futurismus

Als Begriff wurde Anfang der 1980er Jahre von Lloyd Dunn geprägt und bedeutet (in etwa) die rückblickende Betrachtung dessen, was sich die Leute früher so dachten, wenn sie sich die Zukunft vorstellten. Wobei dieser Rückblick sich auch irgendwie ausdrücken muß. In diversen Punks zum Bleistift.
Steampunk etwa, mit all seinen Varianten wie Dieselpunk, Atompunk, Teslapunk.

Wie auch immer, ich habe mich von Sky Captain and the World of Tomorrow
und Buks SF Cover Ausstellung zu diesem Bild hinreissen lassen:)

Wobei ich glaube, die zweite Version passt besser zu dieser Art DieselPulpPunk
mantis dawn patrolwm

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Gelegentlich wurde und wird dem Retro-Futurismus, bzw. der Beschäftigung damit, eskapistische Tendenzen vorgeworfen. Was ja auch in gewissem Sinne stimmt. Denn Früher war alles früher aber gewiss nicht alles besser. Weshalb man sich die Vergangenheitszukunft eben schön denkt.

Wollte ich aber da jetzt anfangen, wo sollte ich aufhören? Selbst ein Buch zu lesen ist ja eskapistisch. Und SL erst… oO
Da halte ich es doch mit Tolkien, der in einem Vortrag so etwas sagte wie: Kann man es einem Gefangenen übelnehmen über eine Flucht nachzudenken, statt sich den lieben langen Tag mit den Wärtern und den Wänden zu befassen?

Polly Perkins: Damn it! I didn’t sabotage your lousy airplane!

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11 Antworten zu Retro-Futurismus

  1. joeysl schreibt:

    Ha! I needed this today …

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  2. Burkhard Tomm-Bub schreibt:

    … sehr schön.
    Da habe ich übrigens auch noch ein Buch bei Pegasus.
    In etwa titels:
    „Rückblick auf das Jahr 1887 aus dem Jahre 2000“.
    Geschrieben wohlgemerkt 1887.
    Das ist auch so eine logisch verschwurbelte Sache.
    Wir können jetzt 2014 lesen, wie man sich in der Vergangenheit einen Rückblick aus der damaligen Zukunft, die aber für uns mittlerweile bereits auch wieder (wenn auch nähere) Vergangenheit ist, auf diese entferntere Vergangenheit, die die Gegenwart des Verfassers war, vorstellte.
    —> Der Satz ist irgendwie völlig irre – aber soweit ich sehe semantisch – logisch völlig korrekt.
    MfG
    BukTom

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    • Natascha Randt schreibt:

      Jau:) Zeitreisen können echt verwirrend sein, ob sie nun virtuell sind oder real…real? Wobei, sind Rückblicke aus einer erdachten Zukunft in eine irreale (das Jahr 2000 in der Story) dann reale Vergangenheit (der des Autors im Jahr 1887), die ich in in meiner virtuellen (SL) Realität lese, eigentlich reale, irreale oder virtuelle Zeitreisen?

      Oder sind das eher Blicke durch eine Art Dimensionstor, das sich unterschiedlich erlebten Realitäten öffnet? Anders gefragt, ist dieser Rückblick des Verfassers, 1887 erdacht, vielleicht nicht nur einfach eine Utopie, sondern das Erdachte eine virtuelle Realität, die sich zuerst nur im Kopf des Autors und dann in den Köpfen der Leserinnen und Leser zu einer, wenn auch nur flüchtigen, Realität manifestiert?
      Ich glaube ich brauche erstmal einen Fluxkompensator 🙂
      lg
      Nat

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  3. Burkhard Tomm-Bub schreibt:

    … uff, da fragst Du was!
    … ich glaube, Antwort d) ist richtig – hätte aber gern vorher noch den Telefonjoker.

    MfG
    BTB
    🙂

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  4. Burkhard Tomm-Bub schreibt:

    … gute Frage!
    Am liebsten ja D. Adams …

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