Tante Nat erklärt die Welt: Knicken, Lochen, Heften

Oder eher Gucken, Schneiden, Kleben. PostPro!
Wer kennt das nicht? Du bist grad in SL und drehst vor dich hin. Alles gut soweit.
Dann hast du diesen Superdupermegacoolen Kamerawinkel gefunden und schwenkst die Kamera…Paff! Es ruckelt und für gefühlte 2 Sekunden geht gar nichts mehr. Na Klasse!
Jedesmal aufs Neue gibt es, immer an derselben Stelle, diesen dämlichen, wodurch auch immer ausgelösten, Lag.
Manchmal sind es aber auch nur kleine Ruckler, die die Aufnahme direkt in den Orkus spülen. Würden.

Gestern war es mal wieder soweit. Eine schöne laaange Kamerafahrt. Schon als ich losgefahren bin, habe ich es gespürt, diese leichten Verzögerungen. Gruselig.
Nachdem ich mir die Aufnahme angeschaut hatte, fand ich die sogar ziemlich gut. So gut, dass ich sie auch verwenden wollte.

Nur irgendwie hatte ich das Gefühl, das damit etwas nicht stimmt. Da war so ein leichtes, wie soll ich sagen? Ein Ruckeln und Zuckeln, praktisch nur fühlbar.

Wofür gibt es den Videoeditor? Aufnahme geladen und Problem gefunden!
Zuviele Einzelbilder! Und zwar deshalb, weil es immer wieder einen leichten Lag gab, die Aufnahmesoftware aber einfach weiter aufgenommen hat.

Der Clou bei einem halbwegs guten Videoeditor ist die Einzelbildbearbeitung.
schnitt2
Dazu zieht man die Spuransicht auf Maximum, wie unter 2 zu sehen ist.
Unter Punkt 3 sind die Einzelbilder zusehen, cooler Weise mit Zeitangabe. Punkt 1 ist die Schere. Zum Schneiden:)

Und jetzt gehts los. Mit der Maus klickt man sich durch die Einzelbilder. Gibt es zwischen Bild 1 und Bild 2 keine Bewegung, aber zwischen Bild 1 und Bild 3, dann ist Bild 2 zuviel und muss weg. Auf den Anfang von Bild zwei klicken, auf die Schere, auf das Ende von Bild 2 klicken und auf die Schere. Bild zwei ist isoliert und mit einem beherzten Druck auf die Entf-Taste ist es auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Natürlich nicht so ganz, denn wenn es aber doch das falsche Bild war, das ich gelöscht habe, kann ich das wieder herzaubern und zwar mit Strg+Z.

Eigentlich schneide ich ja eher großzügig, wie so ein Medicus im Mittelalter. Zack weg damit!
Manchmal muss es dann aber doch etwas mehr sein:) Auch wenn das wegschnippeln einzelner Bilder eine langweilige und nervtötende Arbeit ist, so muß sie doch zuweilen gemacht werden.
Weil es sich lohnt.
So kann ich so manche, vermeintlich verhunzte, Aufnahme noch retten.
Besagte Kamerafahrt schrumpfte in der Länge dann auch von 46 auf 28 Sekunden.
schnittfertig

Es mag noch eine Menge Möglichkeiten mehr geben und es gibt auch Software, die so etwas ganz gut behebt.
Meine Methode kostet jedoch Nichts, außer ein wenig Zeit und so kann ich auch mal sehen, was ich im Einzelnen (im wahrsten Sinn des Wortes, lol) aufgenommen habe.

Und was ist mit dem Kleben? Was soll damit sein? Ja nu, Gucken und Schneiden hatten wir… Ah so. Ja ne, wir sind schließlich nicht mehr bei Georges Méliès. Das Kleben besorgt die Schnittsoftware automatisch.

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3 Antworten zu Tante Nat erklärt die Welt: Knicken, Lochen, Heften

  1. joeysl schreibt:

    Also wenn ich mal selbst ein Video drehe, dann weiß ich schon mal wie das geht, super! Einstweilen schau ich der Meisterin lieber einfach über die Schulter :))

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  2. Natascha Randt schreibt:

    Danke Joey:) Meisterin fühlt sich gut an, einmal fest umärmel:) …aber ich befürchte fast beinahe bis dahin ist es noch ein weiter Weg…

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