P-80 Shooting Star – Die Sternschnuppe im Film

Die von Lockheed um das britische Strahltriebwerk „Halford H1“ herum konstruierte P-80 war der erste Düsenjäger, der von den amerikanischen United States Army Air Forces eingesetzt wurde.

Die Konstrukeure bei Lockheed hatten allerdings kein Triebwerk zur Verfügung, nur eine Blaupause der Konstruktionszeichnungen. Nach nur 143 Tagen war die Flugzeugzelle fertig und wurde am 16. November 1943 von den Skunk Works zum Muroc Army Airfield gebracht. Mittlerweile war auch ein Triebwerk aus England eingetroffen und so startete die XP-80 Lulu-Belle, wegen ihrer Lackierung auch als Green Hornet bekannt, am 8. Januar 1944 zu ihrem Jungfernflug.
Testpilot Milo Burcham war begeistert. Jedoch ereilte ihn schon am 20. Oktober 1944 sein Schicksal, als das Triebwerk einer YP-80 beim Start vom Lockheed Terminal in Kalifornien, durch einen flameout zum Stillstand kam.

Die meisten der frühen Strahltriebwerke hatten mit flameouts, resultierend aus Strömungsabriss, falsche Kraftstoffzuführung oder auch durch das Eindringen von Fremdkörpern, zu kämpfen.

Quasi als moralische Unterstützung der Bombercrews der 8th und 15th US Air Force (Luftflotte), die täglich während ihrer Einsätze gegen Norditalien und das Deutsche Reich mit deutschen Düsenjägern konfrontiert wurden, versendete das Oberkommando der Army Air Forces 4 YP-80A, jeweils zwei, nach Italien und England.

Ob es jemals zu Begegnungen oder gar Kampfhandlungen zwischen den in Lesina stationierten YP-80A und den in Undine stationierten Jets vom Typ Arado Ar 234 der deutschen Luftwaffe, kam, ist umstritten. Die in Italien stationerten Maschinen wurden nach dem Krieg wieder auseinandergebaut und in die USA verschifft.

Von den in England stationierten Maschinen stürzte eine, wegen eines Triebwerkschadens ( durch ungenügende Spannung eines Flansches am Endrohr, gerieten heiße Gase in das innere des Rumpfes, expandierten dort und brannten sich durch das Leitwerk) am 28. Januar 1945 ab. Der Pilot Major Borsodi kam dabei ums Leben.
Die andere Maschine war zwar flugtauglich und hätte eingesetzt werden können, jedoch erwies es sich als wenig sinnvoll eine einzelne Maschine über Deutschland einzusetzen. Das Flugzeug wurde zu den Rolls Royce Werken verbracht und diente dort als Testflugzeug für das Nene B.41 turbojet Triebwerk.

Im Jahr 1948 war die Shooting Star mittlerweile zur Version C herangereift, jedoch nie im Kampf eingesetzt worden.
Da kam der Ausbruch des Koreakrieges 1950 gerade recht. Allerdings erwies es sich recht schnell, dass die P-80 ihrem Auftrag als Lufüberlegenheitsjäger nicht gerecht wurde. Die auf nordkoreanischer Seite eingesetzte MiG-15 war um einiges schneller und hatte eine grössere Feuerkraft. Zudem war das Konzept einen Jet mit gepfeilten, Tragflächen auszustatten, dem der P-80 von vornherein überlegen.

Erst mit dem Eintreffen des der F-86 Sabre, besaß die US-Luftwaffe einen adäquaten
Düsenjäger, der es mit der MiG-15 aufnehemen konnte.

Die F-80 (Seit der Umstrukturierung der US-Streitkräfte im Jahr 1947, war die Luftwaffe eine eigenständige Teilstreikraft. Damit einher ging dann auch eine Umbenennung des Fluggerätes, so dass nun Jagdflugzeugen ein F für Fighter vorangestellt wurde.) wurde nach dem genügend F-86 in Korea eingetroffen waren, praktisch nur noch für Bodenangriffe eingesetzt.

In Korea verlor die US-Air Force 277 Shooting Stars, fast ein Drittel der vorhandenen F-80.

Nach dem Krieg wurde die Nationalgarde mit F-80C. Die 120th Fighter Group aus Colorado formierte unter Lt. Col. Walter Williams, die vor dem Krieg bestehende, Kunstflugstaffel neu. Nachdem die Staffel ihren Namen „Minute Men“ (Der Name einer Miliz aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg) erhalten hatte, wurden die Maschinen in Silber und Rot lackiert, mit dem Schriftzug „Minute Men“ auf beiden Seiten des Rumpfes.

Insgesamt wurden zwischen 1945 und 1950 mehr als 1700 Flugzeuge in den Variationen A, B, und C produziert.

Historisch gesehen stellt die Lockheed P-80 Shooting Star den Eintritt der USA in das Jetzeitalter dar.

Und was kommt jetzt?

Na klar, die P-80 ist auch in SL eingeflogen.

Cody Skytower (Leading Edge Aeronautics) hat, mit ein wenig Hilfe von Aeon Voom (Amok Dynamics), die P-80A auf den Markt gebracht.
Bei einem LandImpact von nur 66 bietet die Shooting Star eine ganze Menge. State of the Art sind Mesh und Materials und projected light und ein richtig fetter Jetsound. Natürlich kann man auch eine Lackierungen erstellen.

Neben der Auswahl von 7 Lackierungen, kann zwischen den „normalen“ Lockheed Tanks, sowie den sogenannten „Misawa Tanks“ und den abwerfbaren Fletcher Tanks gewählt werden.
Die Misawa Tanks waren eine Notlösung, da zu Beginn des Koreakrieges die P-80 von der japanischen Misawa Airbase aus zu Kampfeinsätzen starten mussten und die Reichweite trotz der Zusatztanks den Piloten nur eine kurze Verweildauer über dem Zielgebiet erlaubten. Dort kam man dann auf die Idee das Mittelteil eines Lockheed Tanks in die Mitte ein anderen Lockheed Tanks einzusetzen, was die Tankkapazität und damit die Einsatzdauer immens erhöhte.

Lockheed sowie Misawa Tanks wurden unter den Flügelspitzen befestigt und waren nicht abwerfbar.

Als Kampfsystem für die P-80 steht MCE zur Verfügung, mittlerweile in einer Version, die es erlaubt, auch ohne MCE-HUD, MCE zu aktivieren.
An Bewaffung stehen zunächst einmal die 6 eingebauten Maschinengewehre zur Verfügung, deren Munition man auswählen kann, von Ball bis API-T stehen 6 unterschiedliche Munitionstypen zur Auswahl (die Durchschlagskraft, bzw die Hitpoints sind natürlich auch unterschiedlich, ebenso wie die fx beim betätigen des Abzugs).
An den Hardpoints unter den Flügeln stehen 1000lbs Bomben, Napalm Behälter, Raketen oder zusätzliche Zusatztanks zur Verfügung.

Das Fliegen mit der P-80 gestaltet sich nicht ganz so einfach, da die Flugengine, wenn ich das mal so nennen soll, sehr dynamisch ist. Roll-, Nick- und Fluggeschwindigkeit werden vom Anstellwinkel und der Trägheit bestimmt, aber auch von voller Waffenzuladung etc.

Wie bei den echten Shooting Stars gibt es flameouts, Stalls und bei falscher Landung kann das Bugrad wegbrechen, sozusagen.

Für mich zählt ja in erster Linie das Aussehen und die P-80A von Cody sieht im Advanced Lighting echt toll aus. So ein richtiges 40er/50er Jahre Feeling.

Ein paar Kleinigkeiten, wie die Öffnungen der MGs anders zu gestalten wäre schon schön, aber das sind wirklich nur Kleinigkeiten.

Dafür gibt es dann Ein- und Austeiganimationen und nach den ersten flameouts macht das Fliegen mit der P-80 so richtig Spaß. Ausserdem gibt es die Möglichkeit per Schleudersitz auszusteigen:)

Nach sovielen Worten wird es Zeit für ein Video:)

Anzuschauen und käuflich zu erstehen gibt es die Shooting Star hier:
[LEA] Leading Edge Aeronautics @ SLWB

Blue skies!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Flugzeug, Jet, Kultur, Kunst, Mesh, USA, Video abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu P-80 Shooting Star – Die Sternschnuppe im Film

  1. joeysl schreibt:

    Super geworden, das Video! Gelernt hab ich auch was, wenn mir auch der Kopf vor lauter Zahlen und Buchstaben flamet und raucht …

    Gefällt mir

    • Natascha Randt schreibt:

      Danke Joey:) Ja die Zahlen, dabei habe ich die Hälfte noch weggelassen…. Aber wenn du den Eimer von dem Eisdingschallenge letztes Jahr nimmst, gehen die Flammen bestimmt schnell wieder aus:)))

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.