Uraufführung – La Sylphide

Mit der Lesung gestern Abend war das Wochenende noch nicht vorüber. Etwa eine Stunde später gab es die Premiere von La Sylphide in der Royal Opera of Second Life. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es war Gigantisch! Gigantisch Gut!

Unter der Regie von Angelina Kitaj legten die Mitglieder der Ballet Dancer Company for SL eine Vorstellung hin, die ihresgleichen sucht.

Das Allergröbste aber, ich dumme Nuss hätte es fast beinahe verpasst.
Hätte Joey nicht so beiläufig gefragt, ob ich auch kommen würde, zum Ballett. Da war ich grad schon auf der Fantasy Fair. Grübel…Grübel…habe ich überhaupt was zum anziehen? Ins Ballett geht man halt nicht wie so’n Bauerntrampel.
Also schnell zurück und Inventar durchwühlt, war ja grad noch höchstens eine Dreiviertelstunde bis zum Beginn.
Zum Glück geht es in SL etwas einfacher, sich die Haare zu machen, Make-up aufzulegen und ein adäquates Outfit zu kreiern. Joey erging es da nicht anders als mir, pünktlich um zehn vor Zehn, also fast schon zu spät, sind wir dann glücklich an der Pforte angekommen.
Divas
Und mit fast zu spät meine ich, es war voll! Aber so richtig VOLL! Neunzig, in Worten: 90 Zuschauer.
Alter Schwede es war LAAAG, aber vom Allergemeinsten. Zum Glück befanden sich die Mitglieder der Ballet Dancer Company for SL, sowie die Bühne auf der angrenzenden SIM. Einmal die Kamera auf die Bühne fokussiert, war es mit dem LAG dann nicht mehr allzu arg.

La Sylphide ist ein romantisches Ballet in zwei Akten, komponiert von Jean-Madeleine Schneitzhoeffer mit einer Choreografie von Filippo Taglioni. Uraufgeführt wurde das Ballett im Jahr 1832 im Theater der königlichen Musikakademie in Paris. La Sylphide ist in mehrlei Hinsicht von Bedeutung. Einmal markiert sie den Beginn des Romantischen Balletts und zum anderen den Beginn der Weltkarriere der Tänzerin der Titelrolle, Marie Taglioni. Taglioni, deren Vater der Choreograf des Stückes war, galt als Meisterin des Spitzentanzes, verhalf dieses Bewegunsgtechnik zum Durchbruch.

Die Handlung von La Sylphide ist recht schnell erzählt:

Ein schottischer Schäfer wird kurz vor seiner Hochzeit von einer Waldfee umgarnt, verliebt sich in sie, will aber trotzdem noch seine Braut ehelichen. Während der Schäfer hinter der Waldfee scharwenzelt, steckt eine Hexe der Braut, was da grad im Gange ist.
La Sylphide Ballet
Schäfer wirft Hexe achtkantig hinaus und tanzt mit seiner Braut um ihr seine Liebe zu beweisen. Da erscheint die Sylphide wieder, jedoch kann sie nur der schottische Schäfer sehen…
La Sylphide Ballet
Jedenfalls wollen Schäfer und Braut nu heiraten, aber die Trauringe sind weg, die Waldfee erscheint wieder und Schäfer rennt ihr nach, in den dunklen Wald. Sylphide und ihre Mitsylphiden hängen da herum, allesamt unsterblich.

Der Schäfer möchte aber, ja nu, wahrscheinlich mit einer sterblichen, statt einer unsterblichen Waldfee rummachen und so wendet er sich an die herausgeworfene Hexe um Hilfe.
La Sylphide Ballet
Hexe gibt ihm eine Schal, Schäfer legt ihn der Sylphide um. Sylphide stirbt. Währenddessen hat die Braut mit einem anderen angebändelt.
La Sylphide Ballet
Der schottische Schäfer gerät in Rage und will die Hexe killen. Diese aber, nicht doof, belegt den Schäfer mit einem Todesfluch, woraufhin jener das Zeitliche segnet. Vorhang.

So ungefähr jedenfalls.

Die wenigen Bilder, die halbwegs etwas geworden sind, können nicht wiedergeben, wie klasse die Vorstellung war und all die Bühnenbilder.
Dummerweise hat dann auch noch mein Viewer aufgegeben und einige Tänzerinnen und Tänzer nicht mehr angezeigt, natürlich kurz vor dem Finale. Schade.

Aber es hat sich mehr als gelohnt, diese aufwendige Produktion anzuschauen. Ein echter Höhepunkt in SL.

Diese Wochenende hatte es aber auch in sich, sozusagen die volle Dröhnung Kultur 🙂

Bevor ich es vergesse, Reinhold aka Reini war auf der Bühne mit dabei und sogar richtig gut. Guck mal das letzte Bild da oben, im stylischen Schottenrock….

Vielen Dank an alle Beteiligten, die mir ein so schönes Wochenende in SL bereitet haben.

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