Nik Collection: Viveza – One Night In Tokio

Die Nik Collection hab ich ja vor ein paar Monaten vorgestellt. Ja gut, eine ganze Menge kann man damit machen. Zunächst vielleicht die eine oder andere der vielen Vorlagen benutzen. Das kommt dann schon ganz gut.
Aber soll das schon alles sein?

Beileibe nicht. Viveza ist eines der Werkzeuge aus der Collection und damit kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Mit Viveza lassen sich Farbe und Tonwert anpassen.
Ja toll, und?

Der Clou verbirgt sich, wie bei allen Werkzeugen der Collection, hinter den Kontrollpunkten. Was diese Punkte sind, und wie sie funktionieren, dazu gleich mehr.

Vor Jahr und Tag, genauer im Juni 2015, habe ich mal einige Bilder mit dem Kopfschmuck – Hair Fair 2015 gemacht.
Um nun zu zeigen, wie das mit den Kontrollpunkten funktioniert, habe ich eines der Bilder aus der Serie genommen. So wie es aus SL auf die Festplatte kam:
vorher

Irgendwie sehr flach und nicht gerade abendfüllend und überhaupt nicht spannend und nix. Das werden wir ändern und zwar mit Dfine, Viveza, Sharpener Pro und einer Prise G’MIC. Na gut, einer großen Prise G’MIC. Ich mache das in GIMP, geht aber auch in diesem anderen Programm da.

Zunächst hab ich Dfine aufgerufen und das Rauschen reduziert, einfach so wie vorgegeben. Dann mit Sharpener Pro selektiv geschärft (Das geht ebenfalls mit Kontrollpunkten).
sharpener1
Damit lässt sich wunderbar der Hintergrund aus dem Fokus nehmen und das, was Scharf sein soll, schärfen. Wie etwa das Kleid, der Kopfschmuck, der Körper usw.
Das Prinzip ist dasselbe wie bei Viveza.

Nun geht es ans Eingemachte.
Wenn das Bild in Viveza geladen ist, erst einmal die F-Taste drücken, damit das Bild, bzw. das Fenster bildschirmfüllend dargestellt wird. Noch einmal die F-Taste gedrückt und das Fenster wird wieder kleiner.

Auf der rechten Seite sind jetzt die möglichen Einstellungen zu sehen. Wenn ich einen der Regler verschiebe, kann ich die Auswirkungen auf das Bild direkt sehen. Interessant sind die Regler Schattenanpassung und Struktur. Schattenanpassung wirkt sich auf die dunklen Pixel im Bild aus, Struktur auf die Textur. Damit lassen sich Details schön herausholen und die Schatten verstärken und umgekehrt.
Das wirkt sich auf das gesamte Bild aus.

Wenn ich jetzt aber nur Teile des Bildes ändern möchte, füge ich einen Kontrollpunkt hinzu.
ein-punkt

Mit der Maus kann ich den nun dorthin verschieben, wo er hin soll. Hier erst eimal das Kleid.
Unter dem Punkt befindet sich eine miniwinzige Pfeilspitze. Klicke ich da drauf, klappen sich die Einstellungen für diesen Punkt aus. Im Grunde genommen sind das die gleichen Schieberegler wie für die globalen Einstellungen.
Der oberste Regler ist für die Größe des Punktes zuständig. Will sagen, wie weit sich die Änderungen im Bild auswirken.
einstellungen
Wie man sehen kann haben Kontrollpunkte auch eine Farbauswahl. Die kleine Pipette neben dem „Zurücksetzen“ Button. Damit ist es möglich eine bestimmte Farbe auszuwählen. Entweder eine Farbe direkt aus dem Bild – Pipette anklicken – oder aus der Farbpalette – Das Farbfeld neben der Pipette anklicken.

Das wirklich Schöne an diesen Kontrollpunkten ist, dass es zwar im ersten Moment aussieht, als würde eine kreisförmige Auswahl getroffen, dem ist aber mitnichten so. Der Kreis zeigt quasi an, über welche Strecke sich die Einstellungen auswirken. Und zwar in einer sehr intelligenten Weise.

Schluss mit der elenden Arbeit des Freistellens, nur um die Farbe des Himmels zu ändern, oder Gras grüner zu machen.

Um zu sehen, wie weit sich die Einstellungen eines Punktes auswirken, einfach den Punkt aus der Liste wählen und das rechte Kästchen neben der Bezeichnung anklicken. Also Haken rein:)

punktauswirkung

Alles was nun schwarz ist, wird nicht geändert, wenn ich die Einstellungen des Punktes ändere. Die Grautöne bilden den Übergang zwischen 100% Effekt bis schwarz 0% Effekt.
Wenn ich aber die auch nicht haben möchte, setze ich weitere Punkte, solange, bis nur noch das Kleid übrig ist.
punktauswirkung2
Dabei spielt der Radius des Punktes natürlich eine Rolle. Einfach ausprobieren.

Nach einiger Zeit kann das so aussehen:
viele-puunkte1

Die Liste der Punkte ist schon ganz schön lang geworden:) Das kleine Icon vor dem Namen des Kontrollpunktes zeigt, welche Farbe ich jeweils bei diesem Punkt verwendet habe. Die Prozentangabe gibt Auskunft über die Größe des Kontrollpunkts.

Es ist möglich einen Punkt zu duplizieren. Das spart Zeit:) Einfach mit gedrückter ALT-Taste
Auf den Punkt klicken und mit der Maus ziehen. Zack!

Das war die erste Runde in Viveza. Dabei habe ich Schatten hervorgeholt und einzelne Strukturen verstärkt. Weil ich immer „New from visible“ beim Aufruf der Nik Collection Werkzeuge benutze, hat Viveza mir nun eine neue Ebene beschert.
Damit kann ich nun in Gimp weiterarbeiten, oder noch einmal Viveza aufrufen, um Lichter zu setzen.
Das habe ich gemacht.
Einfach um den Neonlichteffekt zu verstärken, bzw. herauszuholen. Das Prinzip ist das Gleiche wie beschrieben. Nur das ich den Radius jeweils von sehr klein bis mittelgroß variiert habe – und natürlich die Farben und die Helligkeit.
Das sieht dann ungefähr so aus:
lichter

Schon ganz schön, oder?

Zurück in Gimp und G’MIC aufgerufen um dem Ganzen so etwas wie einen „Es hat vorhin geregnet“-Touch zu geben. Und zwar mit Relief light. Wie das funktioniert, darüber habe ich mich hier: Mein roter Regenschirm – Tante Nat in Hochglanz des Langen und Breiten ausgelassen:)

Dazu noch einen Farbverlauf drüber gelegt (Neue Ebene transparent, Füllwerkzeug Farbverlauf, Ebenenmodus „Überlagern“) und

One Night in Tokio:
One Night in

Ja doch, der Titel ist inspired by One Night in Bangkok.

I’d let you watch, I would invite you
But the queens we use would not excite you.

– Murray Head – One Night in Bangkok, 1984

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4 Antworten zu Nik Collection: Viveza – One Night In Tokio

  1. joeysl schreibt:

    Huh, das hört sich jetzt aber schon irgendwie nach Arbeit an … Sieht aber wirklich megacool aus! Das Bild ist um ganze Klassenstufen plastischer und lebendiger geworden. *Auch will*

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