Gimp & GMIC – Dokumentenindex und einfache Dynamikkompression

Öööhm, ja.
Die Dynamikkompression ist dieses ominöse Tonemapping.
Mittels der Dynamikkompression ist es möglich den Kontrastumfang von Hochkontrastbildern (HDR) zu verringern…
Weiteres zu Tonemapping, bzw. zur Dynamikkompression, verrät ihnen die nächstgelegene Wikipedia.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, was man damit in Gimp anstellen kann. Nämlich die Verbesserung der Schatten in einem Bild.
Morgan Hardwood hat ein Tutorial dazu geschrieben. Die Methode die er vorstellt wurde früher als Contrast Mask bezeichnet und ein Teil davon eignet sich hervorragend, um Bilder zu schärfen. Den Link zum Post habe ich unten eingefügt.

Ich habe zum Nachbauen der Anleitung Gimp 2.95 benutzt. Geht mit 2.8 aber genauso.
Die Methode die Hardwood beschreibt eignet sich gut für Landschaftsaufnahmen. Da es mir aber daran gebricht, habe ich einfach mal das UN Kettenfahrzeug abgelichtet, das gerade an der Tanke in LINc City stand:)

Die Ebene wird jetzt dupliziert. Das Duplikat so dann entsättigt. Bei Gimp 2.8 gibt es ja drei Möglichkeiten des Entsättigens, Helligkeit, Leuchtkraft und Durchschnitt (In der 2.95 noch einige mehr). Ich habe Leuchtkraft benutzt. Einfach ausprobieren, je nach Bild.

Der Ebenemodus der entsättigten Ebene wird auf Überlagern (Overlay) gestellt, mit einer Deckkraft von etwa 50.
Die erste Ebene, quasi das Bild, das wir vorhin geöffnet haben, wird noch einmal dupliziert. Das Duplikat über der entsättigten Ebene sortiert man über die entsättigte Ebene und der Ebenenmodus wird auf Nur Aufhellen (Lighten Only) gestellt.

Ein Schritt bleibt noch, nämlich das Weichzeichnen der entsättigten Ebene. Dadurch wird erreicht, dass der gesamte Effekt nur auf die dunklen Anteile des Bildes angewendet wird und die berühmt berüchtigten Halos vermieden werden. Ich habe mich ersteinmal an das Tutorial gehalten und den Gaußschen Weichzeichner mit einem Wert von 30/30 drüberlaufen lassen. Wie immer gilt, je nach Bild können auch andere Werte besser sein. Probieren geht über studieren.

Die entsättigte Ebene nach dem Weichzeichnen:

Die erste Ebene dupliziert, über die entsättigte Ebene gelegt und Ebenmodus auf Nur Aufhellen gestellt:

Das Endergebnis:

Eine schnelle und einfache Methode um die Schatten in einem Bild hervorzuheben.
Wobei diese Funktion in der nächsten Version (2.0) von G’MIC eingebaut sein wird:

Wer kennt das nicht: Vor langer Zeit hatte ich doch dieses Bild da…
Aber wo? Und wie hieß das noch gleich? (Jajaja,“…verwenden sie sprechende Namen“) Manche Namen sprechen mich aber nicht so an:).

Howauchever, der Dokumentenindex in Gimp hilft da weiter. Einfach unter dem Menü „Datei“ zu „Zuletzt geöffnet“ gehen und dort dann unten den Eintrag „Dokumentenindex“ auswählen.
Und ZACK!
Erscheint eine Liste mit allen jemals geöffneten Bildern:

Diese Liste kann man mit den kleinen Icons unten verwalten. Hält man nämlich die Maus über eines dieser Symbole, erscheint eine Kontexthilfe, die nicht nur erklärt was ein Klick darauf auslöst, sondern auch, was passiert, wenn man beim Klicken gleichzeitig die Shift oder STRG (CTRL) Taste gedrückt hält. Das geht vom Öffnen eine Dokuments, bis zum Neuladen der Liste mit oder ohne Entfernen verwaister Einträge. Löschen eines Eintrags ist ebefalls möglich.
Ich habe den Dokumentenindex mittlerweile da auf der rechen Seite angedockt, um immer mal schnell das Wasserzeichen zu öffnen.

Die Anleitung von Morgan Hardwood: Easy Tone Mapping in GIMP With Reduced Fat Cheese
Download Gimp 2.95 und viele Informationen zu Gimp und anderen Grafikprogrammen: Partha’s Place
G’MIC: GREYC’s Magic for Image Computing

Happy Gimping:)

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2 Antworten zu Gimp & GMIC – Dokumentenindex und einfache Dynamikkompression

  1. joeysl schreibt:

    (<– Meisterin der verschluderten Bilder)

    Yay, Dokumentindex!
    Und die Anleitung ist auch super – und so einfach! Klasse 🙂

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