Tante Nat erklärt die Welt: Instagram Effekte in Gimp

Instagram ist ja diese Firma, bei der Gott und die Welt ihre „selbstgemachten“ Bilder hochladen können. Nun, Gott wohl eher nicht, aber der ganze Rest.

Ob es nun die Reste des letzten Essens sind, Ver- und Unverdautes, Urlaubsbilder oder Bilder der letzten Saufparty. Stars und Sternchen, Promis mit einem Status von A-F oder solche, die es werden wollen und natürlich Ottonormalverbraucher von Lieschen Müller bis Hans Dampf in allen Gassen, senden ihre Bilder auf diese Plattform.

Dabei ist die Idee an sich klasse gewesen.
Jedenfalls, da Mobiltelefonschnappschüsse meistens eher fad aussehen, hat Instagram eine ganze Anzahl Effekte entwickelt, mit denen sich diese Bilder aufhübschen lassen.

Unfassbar an dieser Stelle erscheinen Studien des Inhalts, die sich damit befassen, welche Effekte die meisten Likes erzielen, oder auch welche Effekte die sogenannten Stars benutzen. Laut einer Studie von Yahoo Labs „Why We Filter Our Photos and How It Impacts Engagement“, haben Bilder mit Filter eine 21% höhere Chance überhaupt gesehen zu werden und eine 45% höhere Wahrscheinlichkeit kommentiert zu werden.
Dabei sind die erfolgeichsten Bilder die, die mit Filtern die warmes Licht, mehr Konstgrast und eine bessere Belichtung erzeugen.
Soweit so blabla.

Weil die Effekte aber als solche ziemlich gut sind, wäre es doch schön, den einen oder anderen auch in GIMP benutzen zu können.
Marco Crippa aka krypt hat sich das schon im Jahr 2013 überlegt und, soweit möglich, 22 Instagram Effekte in Gimp nachgebaut und allen Gimp Benutzern als Python Scripte zur Verfügung gestellt.

Diese Scripte lassen sich ganz einfach in Gimp einbauen:
Die .zip Datei herunterladen, entpacken und dann die .py Dateien in das Gimp Plugins Verzeichnis kopieren. Fertig ist die Laube.

Wo sich das Verzeichnis plug-ins auf dem Computer befindet? Das kann man sehr einfach herausfinden.

Gimp starten, dann unter dem Menuepunkt „Bearbeiten“ mit einem Klick auf „Einstellungen“ den Dialog „Einstellungen“ öffnen. Dort dann einmal auf den untersten Punkt „Ordner“ klicken und links dann auf „Plugins“ schon sieht man den/die Pfad(e) wo Gimp nach Plugins sucht.
Wenn die Dateien kopiert sind, ist es am einfachsten Gimp neuzustarten um alle Scripte aufzufrischen.

Tadaaaaa!

Wirklich cool ist, dass die Effekte non-destruktiv sind, was bedeutet, dass das ursprüngliche Bild erhalten bleibt.
Als Beispiel nehme ich den Early-Bird Effekt.
Bild ohne Effekte:

Einmal den Early-Bird drüberlaufen lassen:

Der Effekt ist komplett in einer Ebenengruppe untergebracht, die Ausgangsebene ist erhalten geblieben.
Das Schöne an der Sache ist, dass man die komplette Gruppe wie eine Ebene behandeln kann, also alle Ebenenmodi? Modis? Modusse?
Alle Einstellungen für Ebenen unter dem Punkt Modus funktionieren für die Gruppe genauso. Auch die einzelnen Ebenen der Gruppe lassen sich bearbeiten, löschen, duplizieren, was auch immer.
Dazu kann man natürlich auch noch etwas lernen!
Wenn ich die einzelnen Ebenen der Gruppe genauer unter die Lupe nehme, ergibt sich sehr schnell welche Farben, Ebenenmodi etc. benutzt wurden, um den Effekt zu erzielen.

Nun steht dem Generieren vieler vieler Likes, Herzchen, Blümchen, Bienchen, Follower und so was alles, auch mit Gimp-Bildern auf irgendwelchen Plattformen nichts mehr im Weg.

Happy Gimping:)

Download der Instagram Effeke: Gimp Plugin Registry

Die o.g. Yahoo Labs Studie als PDF Datei: Why We Filter Our Photos and How It Impacts Engagement

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4 Antworten zu Tante Nat erklärt die Welt: Instagram Effekte in Gimp

  1. kjs Yip schreibt:

    Mach doch ma einen „Master-Link“ für all Deine Gimp-Tutorials. Sdchon mal gesagt, dass ich ein großer Fan von Deinen Gimp-Tips bin? Is so! (btw ‚Modi‘, sagt der Texter… ;-))

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