Tante Nat erklärt die Welt: Zum Bleistift mit Gimp

Die Möglichkeit Bilder und Fotografien wie eine Bleistiftzeichnung aussehen zu lassen gehört zum, ich möchte fast beinahe sagen, Standardrepertoire der Bildbearbeitung.
Wie immer führen viele Wege nach Rom, bzw. zu einer Zeichnung mit dem Determinativkompositum aus Blei und Stift.

Weil Joey mich mit sovielen mmmmmmmm zugeworfen hat, vielen Dank, Joey:)
gibt es jetzt einen weniger verschlungen Pfad zur Dings. Kunst und so, lol.

Die Vorgehensweise ist so simpel, dass es ungefähr eine zillion Videotutorials dazu gibt. Wichtig ist ein klein wenig Wissen um die Ebenenmodi in Gimp.

Zwei Modi benötigen wir für die eigentliche Zeichnung, andere zum Ausprobieren und Gestalten eines, nun sagen wir einmal, spannenden Bildes.

Im Prinzip kann jedes Bild dazu herhalten zu einem pencil sketch zu werden, jedoch ist ein mehr oder weniger nicht vorhandener Hintergrund hilfreich.
Es kommt halt immer darauf an…

Um jetzt direkt in Medias Res zu gehen, nehme ich dieses Bild hier:

Ausgangsbild
Eingermassen zurechtgeschnitten und leicht bearbeitet.

In Gimp geladen, erstellen wir zunächst eine Kopie der Ebene.
Diese neue Ebene wird entsättigt, was nichts anderes bedeutet, als das die Farbe entfernt wird. Dazu gibt es verschieden Möglichkeiten, ich bevorzuge diese:

Diese entsättigte Ebene kopieren wir und nennen sie der Übersichthalber um in Invertiert. Denn das tun wir jetzt auch genau damit.
Die Farben der Ebene werden „umgekehrt“, aus schwarz wird weiß und aus weiß schwarz:

Den Modus dieser Ebene stellen wir auf Abwedeln.
Dieser Modus bewirkt hier (invertierte Farben), dass dunkle Stellen im Bild stärker hervortreten.

Da jedoch viel zu wenig Details vorhanden sind, müssen wir etwas mehr herausholen, aber wie?
Ganz einfach, in dem wir die Ebene mit dem Gaußschen Weichzeichner „behandeln“.

Da gibt es jetzt, je nach Größe des Bildes und gewolltem Ergebnis, verschiedene Möglichkeiten. Grunsätzlich gilt, je höher der eingestellte Wert des Weichzeichners, desto mehr Details treten zu Tage. allerdings wird es dann meistens etwas grob und erfordert Einiges an Nachbearbeitung, um an manchen Stellen die Details etwas zurückzunehmen.

Verstärken kann man die Details auch später noch. Dazu gleich mehr.
Zunächst also der Gaußsche Weichzeichner. Je nach Größe des Bildes kann man die Standardeinstellung einfach beibehalten. So habe ich das gemacht:

Der vorletzte Schritt ist nun das Vereinen der beiden Schwarzweißebenen.
Dazu einfach die obere Ebene mit der rechten Maustaste anklicken und „Nach unten vereinen auswählen“:


Sieht schon ganz gut aus.
Aber für den letzten Schliff fehlt noch ein Schritt. Dazu kommt der Ebenenmodus Multiplizieren zum Einsatz.

Die gerade vereinte Ebene kopieren wir zweimal, je nach Gusto auch drei- oder viermal. Je nach angestrebter Eleganz ist weniger oft mehr, so auch hier:) Aber ausprobieren ist immer erlaubt und was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall.
Nur zu:)

Ich habs halt nur zweimal gemacht. Die so neu entstandenen Ebenen stellen wir auf den Ebenenmodus „Multiplizieren“.

Dann klicken wir die oberste Ebene mit der rechten Maus an und wählen „Sichtbare Ebenen vereinen“

Und…Tadaaaaa:
Bleistiftzeichnung

Mit ein wenig Übung geht das alles in zwei oder drei Minuten, je nach Motiv.
Aber das ist ja nur der halbe Spaß.

Der Schritt zum ganzen Spaß führt über die Ebenenmaske.

Wir haben ja noch unser Ausgangsbild als Ebene unter der Bleistiftzeichnung…
Diese Ebene machen wir wieder sichtbar, in dem wir auf das kleine zue Auge da klicken.

Sodann einfach die Ebene mit der Bleistiftzeichnung aktivieren, mit der rechten Austaste draufklicken und „Ebenenmaske hinzufügen“ wählen.

in diesem Dialog haben wir die Möglichkeit entweder eine schwarze oder weiße Ebenenmaske auzuwählen.

Wählen wir weiß, so ist die Ebene mit der Maske zu sehen, deshalb auch volle Deckkraft. Bei schwarz ist die untere Ebene zu sehen und die ober gar nicht, volle Transparenz.

Um nun Teile der jeweils anderen Ebene sichtbar zu machen, können wir bei einer „weißen“ Ebenenmaske mit zB einem Pinsel und schwarzer Farbe arbeiten ungekehrt dann mit einem Pinsel und der Farbe weiß.

Um noch ein wenig Verwirrung zu stiften: Es ist möglich, mit der jweils entgegengesetzten Farbe die jeweiligen Pinselstriche wieder „rückgängig zu machen, bzw. zu verfeinern, oder was auch immer.
Beispiel:
Ebenemaske Schwarz. Mit einem weißen Pinsel holen wir Teile der untern Ebene heraus. Mit einem schwarzen Pinsel können wir diese Teile wieder verschwinden lassen. Einfach mal ausprobieren…

Und jetzt einfach nach Lust und Laune, oder auch planvoll, den Pinsel schwingen…

Feddich:
Fertig

Und auch mal den Modus der oberen Ebene ändern, kann ganz nützlich sein:) Kuuuuunschd…

Beispiele

Beispiele

…war nur Spaß:)

Happy Gimping!

Musiktipp zum Gimpen: 331Erock – Numa Numa (Dragostea din Tei) Meets Metal

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5 Antworten zu Tante Nat erklärt die Welt: Zum Bleistift mit Gimp

  1. joeysl schreibt:

    Schöööööön! 😀

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Into Your Dimension – Joeys Café

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